Frucht trifft Schokolade
Schokolierte Früchte sind der Kompromiss, den man nicht als Kompromiss schmeckt: die konzentrierte Süße und Säure einer getrockneten Frucht, umschlossen von einer Schicht Kuvertüre, die beim Zerbeißen nachgibt. Anders als bei einer reinen Praline bleibt die Frucht der Hauptdarsteller – die Schokolade rundet ab, statt zu überdecken.
Welche Schokolade zu welcher Frucht passt
Zartbitterschokolade braucht Früchte, die etwas entgegenzusetzen haben. Amarena-Kirschen, Aprikosen, Feigen und Datteln funktionieren hier besonders gut, weil ihre Süße die Bitterstoffe auffängt. Auch Ingwer entfaltet mit Zartbitter eine angenehme Schärfe im Nachgang.
Vollmilchschokolade ist die verbindlichste Wahl. Sie passt zu milden Früchten wie Apfelringen und Bananenchips und ist meist die Sorte, die auch Kindern schmeckt.
Weiße Schokolade bringt keine Kakaobitterkeit mit, sondern Milch und Vanille. Deshalb harmoniert sie mit allem, was von Natur aus säuerlich ist: Cranberries, Johannisbeeren, Himbeeren, Süßkirschen. Bei tropischen Früchten wie Ananas entsteht die Kombination, die man aus dem Cocktailglas kennt.
Getrocknet oder gefriergetrocknet
Der Unterschied ist deutlich spürbar. Getrocknete Früchte behalten Restfeuchte und bleiben weich und zäh – typisch für Apfelringe, Aprikosen oder Datteln. Gefriergetrocknete Früchte werden im Vakuum vollständig entwässert und zerfallen beim Biss knusprig auf der Zunge. Das Aroma ist dabei intensiver, weil kaum Hitze im Spiel war. Erdbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren finden Sie bei uns deshalb in dieser Form.
Lagerung
Schokolierte Früchte mögen es kühl, trocken und dunkel, aber nicht den Kühlschrank – dort schlägt sich Feuchtigkeit auf der Schokolade nieder und sie wird grau. Ideal sind 15 bis 18 Grad in einer verschlossenen Dose. Der graue Schleier, der sich bei Wärmeschwankungen bildet, ist übrigens harmlos: Es handelt sich um ausgetretene Kakaobutter, kein Verderb.
Wofür sie sich eignen
Als Nachtisch zum Espresso, auf dem Käsebrett neben kräftigem Blauschimmel, gehackt über Joghurt oder Eis – und als Mitbringsel, das ungewöhnlicher ist als eine Tafel Schokolade. Alle Sorten gibt es in 250 g, 500 g und 1 kg.